#mutigsein

Gastbeitrag von Vladislav Belopuchov, Peter Harsanyi, Larissa Nagel  |  29. April 2021

Wieder vor Menschen spielen, nicht vor Kameras

Ein langes Wochenende im April 2021.
16 Konzertorte.
16 schöne Innenhöfe Frankfurts.
16 unserer Konzertsäle.
Von gemütlichen Gärten über geheime Terassen bis hin zu mehrstöckigen Riesen.

13 Musiker, die die Gegenwart lieben und mit anderen teilen wollen.
13 Musiker, die trotz Wind, Abstand und fallenden Notenständern immer gemeinsam spielen wollen.
13 Musiker mit neuen Ideen während, vor und nach Konzerten.
Und ein wunderbares Publikum jeden Alters, das wir so sehr vermisst haben.

Was für schöne Tage.

Ein Live-Konzert ist etwas, ohne das man sich das Leben eines Musikers nicht vorstellen kann, und es ist noch schwieriger zu verstehen.

Vladislav Belopuchov, Violine

Was besonders für mich war: Wieder vor Menschen zu spielen und nicht vor Kameras. Und was am tollsten war: Als wir das erste Stück gespielt haben, fingen die Leute an zu klatschen.
Man hatte fast vergessen wofür wir eigentlich so viel Zeit und Kraft investiert haben. Und die Antwort liegt doch bei unserem Publikum.
Anerkennung, Applaus, schöne Worte nach dem Konzert und das ein oder andere weinende Auge bei den Zuhörern.
Es war, wie immer, ein fantastisches Erlebnis mit der Kammerphilharmonie spielen zu können. Und ich bin sehr stolz darauf, dass ich in diese Gruppe gehöre.
Die nächsten Konzerte kann ich kaum erwarten 🙂

Peter Harsanyi, Trompete

Ein Hinterhof als Konzertsaal, ein Streichorchester oder Bläserquinett im Garten, ein Publikum auf Balkonen und an Fenstern?
Das Konzept war doch irgendwie mutig. Fallstricke gab es viele: wird das Wetter mitspielen, wird man uns Open Air auch gut genug hören können, werden wir trotz Corona-Regeln und Entfernung das Gemeinschaftsgefühl erzeugen können, was Konzerte so besonders macht?
Die Antwort auf all diese Fragen lautet zu unserer großen Freude ja. Sechzehn Mal haben wir unser Programm für Nachbarschaftsgemeinden gespielt und dabei jedes Mal ein komplett neues Konzerterlebnis haben dürfen. Geschmückte Hinterhöfe, Blumen, die von Balkonen geworfen wurden, Applaus von Nähe und aus weiter Ferne und vor allem so viele Menschen, mit denen wir über die Musik in Kontakt treten konnten - ein wahres Fest, wie man es sich zu Corona-Zeiten beinahe gar nicht mehr vorzustellen wagt. Jeden Abend sind wir zwar erschöpft, aber überglücklich nach Hause gefahren und merken uns für die Zukunft: mutige Konzepte lohnen sich!

Larissa Nagel, Violoncello

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